Messung der Sauerstoffsättigung

Regelmäßige Messungen der Sauerstoffsättigung helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und eine mögliche Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff (Hypoxie) rechtzeitig zu erkennen. Dies ist besonders relevant, wenn bei Ihnen Erkrankungen der Atemwege, der Lunge oder des Herzens bekannt sind. Die folgenden Hinweise sollen Ihnen helfen, Ihre Sauerstoffsättigung korrekt selbst zu messen und Veränderungen richtig einzuordnen.

Mit welchem Gerät sollten Sie messen?

Zur Messung der Sauerstoffsättigung stehen verschiedene Geräte zur Verfügung. 

Im klinischen Alltag wird für die Messung in der Regel ein Pulsoxymeter („Fingerclip“) genutzt. Dies sind medizinisch geprüfte Geräte, die auch bei deutlich erniedrigten Sauerstoffsättigungen eine hohe Messgenauigkeit besitzen.

Sollten Sie eine Smartwatch besitzen, können Sie gerne damit die Messung vornehmen. Je nach Gerät kann die Messgenauigkeit allerdings insbesondere bei niedrigen Sauerstoffsättigungen eingeschränkt sein.

Die Sauerstoffsättigung sollte möglichst in Ruhe gemessen werden. Während oder unmittelbar nach körperlicher Belastung können vorübergehend niedrigere Werte auftreten. 

Worauf sollten Sie achten?

  1. Regelmäßige Kontrollen der Sauerstoffsättigung:
    - Messen Sie Ihre Sauerstoffsättigung an den Tagen, an denen Sie sich unwohl fühlen oder Symptome einer Hypoxie (siehe unten) bemerken.
    - Wenn Sie die Luscii-App nutzen, messen Sie Ihre Sauerstoffsättigung an den Tagen, an denen Sie von Luscii aufgefordert werden, und tragen Sie die gemessenen Werte in Luscii ein. Gerne können Sie auch eigeninitiativ regelmäßig Ihre Sauerstoffsättigung messen und dokumentieren.
  2. Symptome beachten:
    Achten Sie auf Symptome wie:
    - Atemnot oder Kurzatmigkeit
    - Schnelle oder flache Atmung
    - Bläuliche Verfärbung der Lippen oder Fingerspitzen
    - Schwindel
    - Verwirrtheit
    - Müdigkeit
  3. Vorbereitung zur Messung:
    - Ruhen Sie sich mindestens 5 Minuten vor der Messung aus.
    - Stellen Sie sicher, dass Ihre Fingernägel nicht lackiert sind, da Nagellack die Messung beeinträchtigen oder sogar verhindern kann.
    - Achten Sie darauf, dass Ihre Hände ausreichend warm sind, sodass die Messung nicht verfälscht wird.
    - Wenn Sie dauerhaft Sauerstoff erhalten, messen Sie die Sauerstoffsättigung unter Ihrer verordneten Sauerstofftherapie, sofern nicht anders mit Ihnen besprochen.
  4. Konsistente Messzeiten:
    Wenn Sie regelmäßig Ihre Sauerstoffsättigung kontrollieren, messen Sie diese immer zur gleichen Tageszeit, vorzugsweise morgens nach dem Aufstehen. Dies hilft, Schwankungen besser zu erkennen. Zusätzliche Messungen bei entsprechenden Symptomen können zu jeder Tageszeit erfolgen.
  5. Vorsicht bei Ungenauigkeiten:
    Vermeiden Sie Messfehler, indem Sie die Anweisungen des Pulsoxymeters genau befolgen und die Messung in einer ruhigen Umgebung durchführen. Wiederholen Sie die Messung bei ungewöhnlichen Werten zur Sicherheit.
  6. Hygiene:
    Reinigen Sie den Sensor des Pulsoxymeters regelmäßig mit einem feuchten Tuch, um die Übertragung von Keimen zu verhindern.

Bei welchen Sättigungswerten sollten Sie regagieren?

Die Sauerstoffsättigung wird in Prozent gemessen:

  • Normale Sauerstoffsättigung: 96 – 100 %
  • Erniedrigte Sauerstoffsättigung (Hypoxie): ≤ 95 %
  • Deutlich erniedrigte Sauerstoffsättigung: ≤ 93 %

Wenn bei Ihnen normalerweise eine Sättigung ≥ 96 % vorliegt, sollten Werte von 95 % oder niedriger direkt nachkontrolliert werden. Diese können auf eine akute Erkrankung der Lunge oder des Herz-Kreislauf-Systems hinweisen, insbesondere dann, wenn zusätzlich eine entsprechende Symptomatik vorliegt.

Neu aufgetretene Werte von 93 % oder niedriger sollten immer ernst genommen und schnellstmöglich ärztlich abgeklärt werden, auch wenn keine entsprechende Symptomatik vorliegt.

Chronische Erkrankungen der Lunge oder des Herzens können mit einer dauerhaft erniedrigten Sauerstoffsättigung verbunden sein. In diesem Fall hat sich der Körper häufig an die niedrigeren Sauerstoffwerte angepasst. Sollte bei Ihnen eine erniedrigte Sauerstoffsättigung bekannt sein, sind therapeutische Maßnahmen nur bei einer zunehmenden Symptomatik oder einem weiteren Abfall der Sauerstoffsättigung notwendig.

Unsere Bitte an Sie

Sollten Sie erstmals eine Sauerstoffsättigung von 93 % oder weniger messen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. 

Dies gilt auch bei einer Sauerstoffsättigung von 94 – 95 %, wenn gleichzeitig Symptome wie Atemnot oder Kurzatmigkeit vorliegen.

Sollte bei Ihnen eine chronisch erniedrigte Sauerstoffsättigung bekannt sein, nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn die Werte weiter abfallen oder Ihre Symptomatik zugenommen hat.

Falls Sie die Luscii-App nutzen, tragen Sie bitte dort alle gemessenen Sättigungswerte ein.

Bei Fragen oder Anliegen sind wir jederzeit für Sie da. Nutzen Sie dafür gerne unser Kontaktformular oder rufen Sie uns bei akuten Problemen direkt an.

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