Anämie

Bei einer Anämie ist die Zahl der roten Blutkörperchen bzw. der Hämoglobinwert im Blut verringert. Rote Blutkörperchen und das darin enthaltene Hämoglobin sind verantwortlich für den Sauerstofftransport im Körper, was für die Funktion Ihrer Zellen und Organe unerlässlich ist.

Was sind auffällige Werte?

Eine leichte Anämie wird vom Körper häufig gut vertragen. Daher sind regelmäßige Kontrollen wichtig, meist jedoch keine sofortigen Behandlungsmaßnahmen notwendig. Ob eine Bluttransfusion notwendig ist, hängt also nicht nur vom gemessenen Hämoglobinwert ab, sondern insbesondere auch davon, wie Sie sich fühlen, wie schnell sich die Blutarmut entwickelt hat und ob andere Erkrankungen vorliegen. Neben einer Bluttransfusion kann je nach Blutwerten auch die Substitution von Eisen oder bestimmten Vitaminen eine Therapieoption sein.

Für Sie ist es daher besonders wichtig, auf mögliche Symptome zu achten und diese zu dokumentieren. Wenn Sie die Luscii-App nutzen, tragen Sie sie bitte dort ein.

Worauf sollten Sie achten?

  1. Regelmäßige Blutbildkontrollen: 
    Nehmen Sie die mit Ihrem onkologischen Behandlungsteam besprochenen regelmäßigen Blutbildkontrollen wahr.
  2. Symptome beachten: 
    Achten Sie auf Symptome einer Anämie wie
    - Über Tage und Wochen anhaltende Müdigkeit
    - Verminderte körperliche Belastbarkeit
    - Herzrasen oder Kurzatmigkeit bei geringer Anstrengung
    - Blässe der Haut und Schleimhäute
    - Schwindelgefühl
    Diese Beschwerden können ein Zeichen dafür sein, dass Ihr Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Falls Sie die Luscii-App verwenden tragen Sie die zutreffenden Symptome auch dort ein, damit Ihr Behandlungsteam Ihre Situation besser einschätzen kann.
  3. Aktiv bleiben: 
    Auch wenn Sie sich müde fühlen, kann leichte körperliche Aktivität sinnvoll sein, um Ihre allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit möglichst zu erhalten. Achten Sie dabei auf Ihre Belastungsgrenzen und vermeiden Sie Überanstrengung. Sprechen Sie mit Ihrem onkologischen Behandlungsteam über das richtige Maß an körperlicher Aktivität für Sie und wie Sie Ihre Aktivitäten am besten anpassen können, um sich nicht zu überanstrengen.
  4. Flüssigkeitszufuhr: 
    Trinken Sie – sofern nicht anders mit Ihnen besprochen – ausreichend Wasser, in der Regel mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Das unterstützt den Kreislauf und kann helfen, Beschwerden wie Schwindel zu vermindern. Bei hohen Außentemperaturen oder Beschwerden wie Fieber, Durchfall oder Erbrechen ist der Flüssigkeitsbedarf erhöht. Achten Sie dann darauf, mehr zu trinken. 
    Sollte bei Ihnen eine Herzschwäche oder eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegen, können größere Trinkmengen zu Wassereinlagerungen oder Schwellungen führen. Informieren Sie uns in diesem Fall bitte über entsprechende Beschwerden. Gemeinsam können wir dann besprechen, welche Trinkmenge für Sie sinnvoll ist und ob möglicherweise harntreibende Medikamente (Diuretika) notwendig sind.

Unsere Bitte an Sie

Sollten Ihnen ausgeprägte Beschwerden wie Kurzatmigkeit, Herzrasen, anhaltende Müdigkeit oder starkes Schwäche- bzw. Schwindelgefühl auffallen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. 

Falls Sie die Luscii-App nutzen, tragen Sie die Symptome auch dort ein. So können wir frühzeitig reagieren und einer Verschlechterung Ihres Zustands möglichst vorbeugen. 

Bei Fragen oder Anliegen sind wir jederzeit gerne für Sie da. Nutzen Sie dafür gerne unser Kontaktformular oder rufen Sie uns bei akuten Problemen direkt an.

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