23.10.2026 | Hospiz Lilge-Simon-Stift

Ballast abwerfen und den Blick in neue Richtungen werfen

Letzte Trauerwanderung in diesem Jahr

Mit der letzten Trauerwanderung in diesem Jahr bot das Hospiz Lilge-Simon-Stift Trauernden noch einmal die Möglichkeit, innezuhalten, Kraft zu schöpfen und neue Perspektiven zu entdecken.

Unter der Leitung von Christina Maria Aydin, Psychoonkologin im Haus, machte sich eine kleine Gruppe Trauernder auf den Weg zu einer rund zehn Kilometer langen Wanderung. Unter dem Motto „Ballast abwerfen und den Blick in neue Richtungen werfen“ standen die Bewegung in der Natur, die persönliche Auseinandersetzung mit der eigenen Trauer und das bewusste Wahrnehmen des Augenblicks im Mittelpunkt.

Über mehrere Stunden hinweg wanderte die Gruppe gemeinsam. Unterwegs luden kleine Meditationen und einzelne Gedankensätze dazu ein, innezuhalten, den eigenen Gefühlen Raum zu geben und sich mit persönlichen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Ergänzt wurden diese Impulse durch Körperübungen, die dabei halfen, die eigene Körperwahrnehmung zu stärken, Anspannungen bewusst wahrzunehmen und neue Kraft zu schöpfen.

Die Natur und die gemeinsame Bewegung boten einen geschützten Rahmen, um Gedanken nachgehen zu können, Belastendes zu reflektieren und neue Blickrichtungen zu entwickeln. Dabei ging es nicht darum, die Trauer hinter sich zu lassen, sondern einen eigenen Umgang mit ihr zu finden und sich selbst auf diesem Weg achtsam zu begegnen.

Trauer ist ein individueller Prozess, der Zeit braucht und bei jedem Menschen anders verläuft. Die Wanderung ermöglichte es den Teilnehmenden, ein Stück dieses Weges gemeinsam zu gehen und zu erfahren, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein sind.

Mit dieser Wanderung ging das Trauerwanderungsangebot für dieses Jahr zu Ende. Sie bildete einen wertvollen Abschluss und schenkte den Teilnehmenden Zeit für sich selbst, für Begegnung und für neue Gedanken auf ihrem persönlichen Trauerweg.